
Quelle: Elektrische Bahnen 1928, S. 40
Die Schaltstation Ruhbank wurde ursprünglich als Unterwerk betrieben und im Frühjahr 1924 abgeschaltet. Die eingezeichnete Fernleitung von Nieder Salzbrunn nach Breslau reichte nur bis Mettkau. Sie war als Verstärkungsleitung geschaltet und wurde dazu vom Unterwerk Nieder Salzbrunn mit 15 kV, 16 2/3 Hz gespeist. Das Unterwerk Breslau und die Fernleitung dorthin sind nie gebaut worden. Für den Betrieb auf der Strecke Breslau-Bockau - Liegnitz - Arnsdorf - Görlitz wurde die Baureihe E 95 entwickelt. Die Maschine sollte durch Beförderung von Personenzügen mit 65 km/h und Güterzügen mit 45 km/h sollte die gleiche Fahrzeit auf dem dicht belasteten Abschnitt Bockau - Arnsdorf erreicht werden. Da diese Strecke, wie auch die nach Glatz) von der Reichsbahn nie elektrifiziert wurde, setzte man die E 95 nach ihrer Indienststellung von Hirschberg (Rsgb.) aus ein.
© Thomas Scherrans, 12.07.2002