Elektrische Bahnen

Aktuelles
Neuerscheinung
 |
Bereits mit der Aufnahme des elektrischen Zugbetriebes zwischen Dessau und Bitterfeld im Januar 1911 war den Verantwortlichen klar, dass die neue Technik mit Einphasen-Wechselstrom nicht nur im Flachland getestet werden, sondern auch unter schwierigen topografischen und klimatischen Bedingungen im Gebirge ihre Tauglichkeit unter Beweis stellen sollte. In die engere Auswahl kam dafür der Abschnitt Lauban - Königszelt. Diese im Riesengebirgsvorland verlaufende Strecke wies alle Eigenschaften einer Gebirgsbahn auf. Betrieblich war ein nicht unerheblicher Güterverkehr, insbesondere der Abtransport hochwertiger Steinkohle aus dem Waldenburger Bergbaugebiet verbunden mit dem entsprechenden Berufsverkehr und ein an Wochenenden stattfindender Ausflugsverkehr in Richtung Gebirge zu verzeichnen. Am 30. Juni 1911 genehmigte der preußische Landtag erste Mittel zur Elektrisierung der Hauptbahn Lauban - Königszelt sowie einiger Seitenlinien. Nun begann eine stürmische Entwicklung, die zwar durch den Ersten Weltkrieg jäh unterbrochen, in den zwanziger Jahren jedoch in vollem Umfang wieder einsetzend maßgeblich zum Erfolg der elektrischen Traktion in Deutschland beigetragen hat, auch wenn die geopolitischen Veränderungen in Europa als Folge des Zweiten Weltkrieges zur Abtretung Schlesiens an Polen und zum Ende des elektrischen Betriebes mit 15 kV und 16 2/3 Hz in Schlesien geführt haben. Die Betriebserfahrungen und die sich daraus ableitenden Schlussfolgerungen sowie deren technische Umsetzung prägten maßgeblich die Entwicklung von Fahrzeugen, Oberleitungen und anderen Einrichtungen der elektrischen Zugförderung der damaligen Deutschen Reichsbahn. So manche technische Lösung in Schlesien war Grundlage späterer Standardlösungen. Stellvertretend für die Wegbereiter des elektrischen Betriebes sei hier Werner Usbeck genannt, der die Entwicklung in Schlesien maßgeblich mitbestimmte.
Bereits erschienen: Band 1: Durch das mitteldeutsche Braunkohlerevier - 1900 bis 1945
In Vorbereitung: Band 3: Die Deutsche Reichsbahn - 1947 bis 1993
|
verfügbar
 |
Als vor mehr als 100 Jahren weitsichtige Techniker wie Gustav Wittfeld den
Grundstein für den Aufbau eines elektrischen Zugbetriebes mit Einphasen-
Wechselstrom legten, war das der Beginn einer unvergleichlichen Erfolgsgeschichte.
Das Buch beschreibt die Pionierarbeit der ersten Jahre - von der
Finanzierung bis zur Inbetriebnahme erster Teststrecken - über die schwere
Zeit der Wiederinbetriebnahme in den Zwanzigern und die kurze Blütezeit
der Eisenbahn in den dreißiger Jahren des 20. Jh. bis hin zur Phase des Wiederaufbaus
und der daraufhin folgenden Demontage nach dem zweiten Weltkrieg.
Weitestgehend chronologisch werden die Entwicklung der Triebfahrzeuge,
der Bahnstromversorgungs- und Fahrleitungsanlagen und des
Werkstättenwesens dieser Zeit beschrieben.
in Vorbereitung Band 2: Elektrisch in die Schlesischen Berge von den Anfängen bis 1945
in Vorbereitung Band 3: Die Deutsche Reichsbahn 1947 bis 1993 |
- Mai 2010: neue Seite Statistik Ellok der ED Halle 1921 bis 1923
- Januar 2010: neue Seite Demontagebericht Schlesien 1945
- Januar 2010: historische Seite Schlesien angepaßt
- April 2007: die Seiten gehen überarbeitet ins Netz
- ...
- Mai 2001: die Domain Elektrische Bahnen wird freigeschaltet
- Mai 2000: ein erster Entwurf geht ins Netz
Was es hier gibt ...
Auf diesen Seiten soll mit fortlaufender Erweiterung die Technik Elektrischer Bahnen beschrieben werden, die sich über der Triebfahrzeugoberkante und unter den Laufflächen der Triebfahrzeuge befindet. Freunde elektrischer Triebfahrzeuge werden auf diesen Seiten sicher enttäuscht, sofern kein Interesse dafür vorhanden ist, woher elektrische Fahrzeuge die benötigte Energie beziehen.
Historische Abhandlungen wurden anfangs auf Basis von Sekundärliteratur verfasst. Darauf wird nun weitestgehend verzichtet. Viele historische Fakten beruhen auf Originalmaterial in Form von Akten und Dokumenten ergänzt durch zeitgenössische Fachliteratur. Dabei soll auch eine Würdigung der technische Entwicklung und der damit verbundenen Persönlichkeiten erfolgen, die die Elektrischen Bahnen zu einem leistungsfähigen Transportsystem haben wachsen lassen. Um eigene Recherchen zu ermöglichen, werden die wichtigsten Quellen der zeitgenössischen Fachliteratur am Ende der entsprechnenden Kapitel genannt.
 |
 |
| ICE-TD am 28.09.2005 anläßlich von LZB-Meßfahrten auf der NBS Nürnberg - Ingolstadt am Tunnel Schellenberg (Nord). Mangels anderer geeigneter Testfahrzeuge wurde einer der Dieseltriebzüge wieder in Betrieb genommen. Der Zug wendet über die Weichenverbindung im Tunnel, die zum Bahnhof Kinding gehört, um in Richtung Nürnberg Reichswald zurück zu fahren. Auf dem südlichen Abschnitt Richtung Ingolstadt wird zu diesem Zeitpunkt noch gebaut. Eine erste versuchsweise Zuschaltung der Fahrleitungsspannung im Nordabschnitt erfolgte am 25.11.2005 |
Im Zuge von Umbaumaßnahmen werden zunehmend Querfelder aufgelöst und durch mehrgleisige Ausleger, die auch heute noch Sonderlösungen darstellen und statisch komplizierter sind als Querseile oder Joche, ersetzt. Grund ist die Entkopplung von Kettenwerken bei höheren Geschwindigkeiten. Fragwürdig ist dies jedoch für Abschnitte, die mit 160 km/h und weniger befahren werden. Das führt dann vielerorts zu einem Streckenbild, dass den in Deutschland ungeliebten Jochen schon sehr nahe kommt. Dresden Hbf, Vmax 60 km/h, 03.08.2007. |
Spam von elektrische-bahnen.de
An alle Empfänger von Spam, deren Absender die URL von elektrische-bahnen.de missbrauchen, der Hinweis, dass von dieser Seite keine Spam verschickt werden und auch keine e-Mail-Accounts der Domain elektrische-bahnen.de vergeben sind.
© Thomas Scherrans, 18.01.2011